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Comic Review - Silver Surfer - Offenbarung

Review: Silver Surfer – Offenbarung

Diese Geschichte des Silver Surfers ist wohl mitunter eines der emotionalsten und gelungensten in meiner Comic-Sammlung.

Silver Surfer – Offenbarung

Denise Walters lebt mit ihrer autistischen Tochter in ärmlichen Verhältnissen. Mit Wahrsagerei und kleineren Betrügereien versucht sie, sich und ihre Kleine, die weder Spricht, noch Gefühle zeigen kann, über Wasser zu halten. Vertieft in ihre eigene Welt, zeichnet die Kleine beeindruckende Bilder, in denen auch ein noch unbekanntes Geschöpf auftaucht.

Der Hauptakt beginnt damit, dass die an Schlaflosigkeit leidende Denise ein grelles Licht aus dem Zimmer ihrer Tochter scheinen sieht und hautnah miterlebt, wie ihre Tochter von einem silbernen Wesen entführt wird. Damit beginnt der Lauf einer Geschichte, in der noch einige Kinder mehr spurlos verschwinden. Die Ermittler haben keine Hinweise und vermuten sogar, dass die besorgte Denise eine psychische Störung habe. Gemeinsam mit dem Vater eines weiteren vermissten Jungen, macht sie sich auf die Suche und muss zwischen Wahrheit und Wahrsagerei unterscheiden, obwohl die Grenzen manchmal nicht so einfach zu ziehen sind.

Währenddessen sind die Kinder in einem paradiesischen Reich im Himmel angelangt, das sogar einen Zoo mit ausgestorbenen Tieren bereit hält. Während die Eltern auf der Erde ihre Kinder schrecklich vermissen, werden diese dazu trainiert, der Menschheit einen guten Neuanfang zu geben, denn jedes von ihnen hat eine besondere Gabe. Doch das kleine Mädchen vermisst ihre Mutter zu sehr und wünscht sich nichts sehnlicher, als auf die Erde zurückzukehren.

Der Klappentext (© by Panini)

Überall auf der Welt verschwinden Kinder ohne eine Spur. Berichte häufen sich, die eine gleißende Himmelsgestalt mit den Entführungen in Verbindung bringen. Ihre junge, autistische Tochter zu umsorgen, war für die alleinerziehende Mutter Denise Walters stets Dreh- und Angelpunkt des Lebens. Nie hätte sie sich träumen lassen, in einem außerirdischen Kindesraub oder gar den drohenden Untergang der Menschheit verwickelt zu werden. Doch genau das geschieht, als plötzlich der Silver Surfer im Hause von Denise auftaucht und ihr kleines Mädchen verschleppt. Während sie sich immer intensiver mit dem Fall beschäftigt, fördert Denise langsam die wahren Motive des Surfers ans Tageslicht. Plant der Hüter der Sterne, die Menschen zu retten oder ihre ultimative Vernichtung?

Details zu diesem Heft

Erscheinungsdatum: 26.07.2007 bei Panini Comics
Seiten: 316
Format: Softcover
Original-Storys: Silver Surfer Vol. 4, 1-14
Autor: D. Chariton, S. Weiss
Preis: 26 €

Mein Fazit zu „Silver Surfer – Offenbarung“

Ich glaube, ich habe ein neues Lieblingsheft. Warum? Weil diese Story einfach unbeschreiblich toll ist. Die Reaktion von Denise auf die Entführung ihrer Tochter ist absolut nachvollziehbar geschildert und sämtliche in dieser Geschichte auftauchenden emotionalen Szenen sind völlig glaubhaft und mitfühlend inszeniert. Alle entführten Kinder haben eine besondere Gabe und sollen nach dem Untergang der Menschheit für einen Neustart sorgen. Hier ist der Silver Surfer wieder als eine Art Herold unterwegs. Jedoch nicht völlig skrupellos, sondern mit einer anderen Seite, die der Leser vor allem dann zu Gesicht bekommt, als er Denise zurück auf die Erde bringt. Die Zeichnungen passen hier wie die berühmte Faust aufs Auge und gliedern sich ideal in die spannenden und nachdenklich machenden Geschehnisse dieses Heftes ein.

In dieser Geschichte geht es nicht um gut oder böse, vielmehr wird uns in einer gewissen Art und Weise ein Spiegel vorgesetzt, wie wir mit unserem Leben und unserem Planeten umgehen. Auch wird und wieder einmal bewusst, wie klein und vergleichsweise unbedeutend der Mensch im Gegensatz zu den unendlichen Weiten des Alls ist. All dies sind die Dinge, die der Silver Surfer für mich perfekt verkörpert. Unendliche Freiheit, dennoch eine bedrückende Einsamkeit – gepaart mit einer menschlichen Seite, die aber auch eine andere Seite der Medaille besitzt.

Comic Review - Silver Surfer - Offenbarung
Comic Review – Silver Surfer – Offenbarung
Diese Geschichte des Silver Surfers ist wohl mitunter eines der emotionalsten und gelungensten in meiner Comic-Sammlung. Silver Surfer - Offenbarung Denise Walters lebt mit ihrer autistischen Tochter in ärmlichen Verhältnissen. Mit Wahrsagerei und kleineren Betrügereien versucht sie, sich und ihre Kleine, die weder Spricht, noch Gefühle zeigen kann, über Wasser zu halten. Vertieft in ihre eigene Welt, zeichnet die Kleine beeindruckende Bilder, in denen auch ein noch unbekanntes Geschöpf auftaucht. Der Hauptakt beginnt damit, dass die an Schlaflosigkeit leidende Denise ein grelles Licht aus dem Zimmer ihrer Tochter scheinen sieht und hautnah miterlebt, wie ihre Tochter von einem silbernen Wesen…

Silver Surfer - Offenbarung

Story
Zeichnungen

Wunderschön!

Eine perfekt inszenierte und mitfühlende Geschichte des Silver Surfers, in der man das Gute nicht immer vom Bösen unterscheiden kann.

Über Patrick

Patrick
... liebt Comics, mag Superhelden - insbesondere den Silver Surfer, würde bei einer Zombie-Epidemie länger als 30 Tage überleben und behandelt seine Hefte wie rohe Eier

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